Es gibt mehr als drei Gründe, wählen zu gehen:

„Ich gehe nicht wählen – aus Protest. Mir sind die Kandidaten*innen und Programme zu doof!“

Wahlverweigerung nützt gar nichts. Es gibt keine Mindestwahlbeteiligung. Selbst wenn keiner hingeht und die Politiker*innen sich selber wählen, ist die Wahl gültig. Nicht wählen ist kein politisches Statement, sondern ein „Im-Bett-Liegenbleiben“.

„Ich zeig es denen da oben mal und gebe eine ungültige Stimme ab!“

Protest wählen geht leider nicht. Eine Stimme, die zählt, aber keine Wählergruppe/Partei wählt, gibt es nicht. Eine ungültige Stimme ist wie keine Stimme und hilft rein mathematisch aufgrund des komplizierten Systems der stärksten Wählergruppe/Partei. Du wählst somit die Politik, über die Du frustriert bist.

„Unsere aktuellen Probleme sind so kompliziert. Ich kenne mich nicht aus und halte mich lieber raus.“

Kein Mensch durchschaut im Detail sämtliche Ereignisse. Picke dir einzelne Themen raus, zu denen Du eine Meinung hast. Kurz schlau machen, welche Wählergruppe/Partei Deine Meinung teilt und für Kandidaten*innen stimmen, denen Du dein Steuergeld lieber in die Hand drücken möchtest.

„Schlau machen? Das klingt anstrengend.“

Im Internet findest Du schnell heraus, was die Wählergruppen/Parteien wollen – MIT DIR machen wollen. Und da willst Du nicht ein paar Google-Suchen investieren, um das in die richtige Bahn zu lenken?