FWG sagt Ja zum Grundschulkonzept für den Stadtteil Beckum

Alle Fraktionsmitglieder sind davon überzeugt, dass wir mit der Festlegung der Standorte der Grundschulen im Stadtteil Beckum unter Berücksichtigung der Kettelerschule als möglicher zentraler Grundschulstandort das Angebot der Primarstufe zukunftsfähig gestalten werden.

Politik und Verwaltung haben die Entscheidung in einem langwierigen und aufwändigen Arbeitsprozess vorbereitet: Von Januar bis April 2017 haben unter Leitung des Bürgermeisters Schulbegehungen stattgefunden. Ab Juni 2017 hat eine interfraktionelle Arbeitsgruppe die Beschlussfassung zur Schulentwicklung vorbereitet. Um für künftige Standorte rationale Entscheidungen im Konsens fällen zu können, wurden als Instrument der Entscheidungsfindung durch Beschluss des Rates vom 23. November 2016 neutrale Bewertungskriterien festgelegt: Standorteignung, Kosten und Gebäudequalität sowie Gebäudezustand. Neben den baulichen Kriterien und den notwendigen Investitionen für eine energetische Sanierung, sind aber auch angemessene Raumgrößen und ein ausreichendes Platzangebot für den Ganztag eingeflossen. Zum anderen ist die Zahl der im Umfeld wohnenden Schülerinnen und Schüler in Verbindung mit dem Rechtsanspruch auf Besuch der nächstgelegenen Schule ein wesentliches Kriterium gewesen.

Aus Sicht der FWG nutzt es überhaupt nichts, die Faktenlage in den Hintergrund verschieben oder gar ausblenden zu wollen. Auch emotionales und Ichbezogenes Handeln verbietet sich, weil mit Blick nach Vorn und der auch weiterhin dringend notwendigen Zusammenarbeit aller Akteure absolut Kontraproduktiv. Tatsache ist, dass eine neue Schule durch Zusammenlegung der Eichendorff- und Paul-Gerhardt-Schule am Standort Kettelerschule deutlich mehr Chancen als Risiken mit sich bringen wird. Die Argumente für ein solches Vorgehen mit Blick auf den Stadtteil Beckum insgesamt sind absolut überzeugend.

Eine Liste mit den häufigsten Fragen und den ausführlichen Antworten bietet den Eltern und der gesamten Bürgerschaft Klarheit rund um das neue Grundschulkonzept für den Stadtteil Beckum. Diese auf der Homepage der Stadt Beckum veröffentlichte Liste, in der aktuell 32 Fragen beantwortet werden, dürfte unseres Erachtens erheblich dazu beitragen, die erforderliche Elternakzeptanz zu entwickeln und das Kommunikationsverhalten zu versachlichen.

Abschließend noch ein Wort zum Vorschlag der SPD-Fraktion, zunächst nur den Umzug der Paul-Gerhardt-Schule zu beschließen und denjenigen der Eichendorffschule erst in drei Jahren endgültig zu entscheiden: Ein solches Vorgehen kommt für die FWG-Fraktion nicht in Frage. Der Vorschlag der SPD ist absolut ungeeignet, weil er die Phase der Unsicherheit bei allen Beteiligten unnötig in die Länge ziehen würde. Die Fakten und relevanten Daten liegen auf dem Tisch. Alle Akteure und insbesondere die Eltern brauchen jetzt Handlungssicherheit und Verlässlichkeit. Außerdem muss der Schulträger in die Lage versetzt werden, die notwendigen Anträge bzw. organisatorische Maßnahmen in der gebotenen Sorgfalt stellen bzw. treffen zu können.