Die „Glocke“ berichtet in ihrer heutigen Ausgabe, dass bei der Stadtverwaltung Beckum am 22. Dezember 2017 ein Bürgerbegehren „Pro Platanen und Brunnenstandort“ angezeigt worden ist. Im Artikel ist zu lesen, wie Herr Rainer Linden – Mitinitiator des Bürgerbegehrens formuliert, die Interessengemeinschaft „für den pfleglichen Umbau“ des Marktplatzes bezeichne sich selber als „parteiübergreifend und ideologiefrei.“

Diese Aussage ist meiner Meinung nach unglaubwürdig und mindestens zur Hälfte falsch. Fakt ist vielmehr: Der Initiator selbst handelt ausschließlich ideologiebezogen und es geht ihm nicht um die Sache. Bereits am 23. Mai 2016 hat Herr Linden in einem E-Mail-Brief an den Bürgermeister angekündigt, sollten die Platanen im Zuge einer Erneuerung des Marktplatzes angetastet werden, dann werde er ein Bürgerbegehren initiieren. Ein solches Denken und Handeln ist für mich fundamental und ausschließlich ideologiebezogen! Es geht Herrn Linden und seinen Mitstreitern nicht um eine bestmögliche Sachlösung, sondern ausschließlich um die Durchsetzung ihrer eigenen Position: Finger weg von den vier Platanen!

Vor diesem Hintergrund bitte ich die Beckumer Bevölkerung eindringlich, sich über die Fakten, Hintergründe und Absichten, die eine Mehrheit im Rat der Stadt Beckum dazu bewogen haben, in der Sitzung am 28. November 2017 ein Votum für die Variante 3 als Grundlage für eine umsetzungsreife Planung zu beschließen, zu informieren und damit auseinanderzusetzen.

Warum hat sich die FWG-Fraktion für die Umsetzung der Variante 3 als Grundlage ausgesprochen?

  1. Städtebauliche Sicht (Standort, Größe und Ausprägung der Platanen stehen nicht mit der städtebaulichen Struktur des Marktplatzes im Einklang).
  2. Umgestaltung des Marktplatzes entsprechend seiner gesamtstädtischen Bedeutung unter Berücksichtigung der technischen Aspekte sowie der unterschiedlichen Benutzergruppen und deren Nutzungsansprüche (Bürgerinnen und Bürger, Wochenmarkt, Stadtfeste und Wochenmarkt).
  3. Barrierefreiheit.
  4. Keine nachträgliche Wurzelbrücke in einer Fläche von circa 240 m² wie zum Erhalt der Platanen erforderlich.
  5. Mehrkosten für die Wurzelbrücke in Höhe von ca. hundertvierundneunzigtausend Euro eingespart.
  6. Keine höheren Kosten für die Hausanschlüsse („Inlinerverfahren“) wie beim Erhalt der Platanen zwingend erforderlich. Zur Erläuterung sei noch hinzugefügt, dass eine Neupflanzung von Mittelgroßen Bäumen in der Größenordnung von 10-15 Meter Höhe vorgesehen ist.
  7. Die Verschiebung des Brunnens nach Westen ermöglicht eine funktionalere Nutzung der gesamten Marktplatzfläche und bietet gleichzeitig die Chance zur Überarbeitung des Pütt Brunnenbeckens. Das Denkmal von H.G. Bücker bleibt erhalten.
  8. Ein begehbares Fontänen Feld sorgt für Bewegung und Aufenthaltsqualität insbesondere mit Blick auf Kinder und Familien.