In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Demografie am 11.09.2019 hat die Verwaltung die Anfrage der FWG-Fraktion, vom 18.08.2019,  zur möglichen Verlängerung des Fuß- und Radweges entlang des Lippwegs wie folgt beantwortet:

Seit der Herabstufung von einer Landesstraße zur Gemeindestraße am 01.01.2010 befindet sich der Lippweg in der Straßenbaulast der Stadt Beckum. Zurückliegend gab es mehrere Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern sowie von der Interessengemeinschaft „sichere Straßen und Fußwege in Dünninghausen“, die zum einen auf die die Verlängerung des Fuß- und Radwegs und zum anderen auf die Verlegung der Route für den Kalksteintransport aus dem Steinbruch Lippberg-Nord abzielten.

Die beabsichtigte Planung der Holcim WestZement GmbH zur Verlegung der Transportroute aus den Bereich Dünninghausen wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung und Demografie am 12.09.2018 vorgestellt. Inzwischen wurden die Ausführungsplanung durch die Holcim WestZement GmbH erstellt und erforderliche vertragliche Regelungen zwischen dem Unternehmen und der Stadt Beckum vorbereitet. Die verkehrliche Entlastung Dünninghausens in Bezug auf die Kalksteintransporte ist somit absehbar möglich.

Eine Verlängerung des Fuß- und Radwegs am Lippweg über den Anknüpfungspunkt an der „Pflaumenallee“ hinaus wurde in der Vergangenheit im Vergleich zu anderen verkehrlichen Bauprojekten als nicht vordringlich eingestuft. Im Schreiben der Stadt Beckum vom 26.02.2013 an einen Anwohner von Dünninghausen wurde unter anderem auf die wesentliche Entlastung des Lippwegs durch den Bau der Bundesstraße 58 hingewiesen. Während vor der Herabstufung noch eine Belastung von 4 965 Kraftfahrzeugen innerhalb von 24 Stunden im Jahr 2005 ermittelt wurde, waren es bei einer erneuten Zählung im Jahr 2012 nur noch 2 263 Kraftfahrzeuge. Im Jahr 2015 wurde eine Belastung von 3 100 Kraftfahr-zeugen ermittelt. Mit der Fertigstellung der Bundesstraße 58 n und deren Anbindung an die Geißlerstraße ist ein Rückgang der Belastung auf rund 2 000 Fahrzeuge am Tag prognostiziert.

Im Rahmen der Abstimmungsgespräche zur Verlagerung der Transportroute wurden mit der Holcim WestZement GmbH als Eigentümerin der Flächen für einen möglichen nächsten Fuß- und Radwegabschnitt in Richtung Dünninghausen Gespräche geführt. Vom Unternehmen wurde für diese Idee eine Mitwirkungsbereitschaft in Aussicht gestellt.

Ein wesentliches Ziel des Verkehrsentwicklungsplans 2030 der Stadt Beckum ist es, den Anteil des Radverkehrs im Stadtgebiet zu erhöhen. Konkretisiert werden soll diese Zielsetzung durch die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes. Die Verwaltung beabsichtigt, die Erforderlichkeit und Priorität eines verlängerten Fuß- und Radwegs am Lippweg in diesem Zuge zu prüfen. Durch diese Vorgehensweise kann der Sachverhalt aus gesamtstädtischer Perspektive bewertet werden.